Auf einen Saft mit unserer Gründerin Annemarie

30.04.18 - von Janina

 

Unsere Mit-Gründerin Annemarie

Auf einen Saft mit Annemarie, die vor genau drei Jahren gemeinsam mit David und Konstantin Kale&Me gründete. Passend zu diesem Ereignis blickt sie auf die letzten drei Jahre zurück und erzählt Euch, welchen Herausforderungen sie sich seit der Gründung stellen musste, inwieweit sich ihr Büroalltag verändert hat und welche Bedeutung ihre Familie für Kale&Me hat.

 

Steckbrief

Name: Annemarie

Ausbildung: Nach meinem Bachelor in Economics and Business Law habe ich einen MBA in General Management gemacht.

Position und Abteilung bei Kale&Me: Ich leite alles rund um das Thema Operations. Also die Produktion, den Einkauf, die Produktentwicklung, das Qualitätsmanagement aber auch die Öffentlichkeitsarbeit. Und daneben bin ich natürlich nach wie vor Geschäftsführerin.

Lieblingssaft: Rosy Roots!

 

Annemarie - Kale&Me ist Konstantins, Davids und dein “Kind”! Wie fühlt es sich an, dass es jetzt schon 3 Jahre alt wird?

Sehr aufregend! Die Zeit seit der Gründung ist unfassbar schnell vergangen. Plötzlich waren die Unternehmensstrukturen vorhanden - rückblickend habe ich gar nicht gemerkt, wie die entstanden sind. Das entwickelte sich über die Zeit. Und nun ist Kale&Me erwachsener. Im ersten und zweiten Jahr war das Startup-Gefühl noch mehr vorhanden. Wir wussten nicht, was die Zukunft uns bringen würde. Heute ist alles viel geregelter und in gewisser Weise sicherer. Das ist ein tolles Gefühl.

Kale&Me ist seit der Gründung stark gewachsen und es sind neue Aufgaben dazugekommen. Inwieweit hat sich Dein Büroalltag geändert?

Wir sind nicht mehr nur drei Gründer, sondern 25 Mitarbeiter. Früher habe ich alle operativen Dinge selbst erledigt: Ich war bis Ende 2016 bei jeder Produktion vor Ort, habe die Rohstoffe persönlich eingekauft und Pressetexte geschrieben. Mittlerweile habe ich einiges davon abgegeben und kann mich nun auf andere, neue Themen konzentrieren. Bis vor 1,5 Jahren war mein Büroalltag durch die immer gleichen Aufgaben wesentlich geregelter. Heute sind die Aufgaben so vielfältig, dass mein Tagesablauf nie gleich ist. Das Thema Mitarbeiterführung hat seit unserer Gründung an Bedeutung gewonnen. Wir fördern und motivieren jeden Mitarbeiter, halten uns im Team in wöchentlichen Meetings auf dem Laufenden und geben stetiges Feedback. Unsere kleine Kale&Me-Familie wächst dadurch noch mehr zusammen und entwickelt sich. Und das ist das Schöne bei uns - klar sind wir noch immer Kollegen bzw. Vorgesetzte, aber dennoch haben wir ein sehr freundschaftliches Verhältnis.

Annemarie Heyl Kale&Me

Eine Unternehmensgründung ist nicht nur mit Höhen, sondern auch mit Tiefen verbunden. Welches war oder ist die größte Herausforderung, der Ihr Euch in dieser Zeit stellen musstet?

Die Leitung eines Unternehmens stellt uns vor neue, ungewohnte Herausforderungen. Eine davon - und da werden mir andere Unternehmer ebenfalls zustimmen - ist das Zwischenmenschliche. Sowohl zwischen uns drei Gründern, als auch innerhalb des gesamten Teams sollte eine gute Stimmung herrschen. Schließlich verbringen wir täglich um die 10 Stunden gemeinsam im Büro - und das an fünf Tagen in der Woche. Kommunikation, das gemeinsame Abstimmen von Themen und das Austauschen von Neuigkeiten sind essentiell, um voranzukommen. Klar, kommt es bei 25 Charakteren auch mal zu Unstimmigkeiten. Daher ist es wichtig, dass man gewisse Dinge ausdiskutiert und eine Lösung findet. Manche Konflikte wiederum sollten nicht ausdiskutiert werden, da es das “Brodeln” nicht verringert. Es ist eine große Herausforderung, den Mittelweg zu finden, mit dem jeder zufrieden ist und sich nicht benachteiligt fühlt.

Welche Bedeutung hatten deine Familie und Freunde während der Gründungszeit?

Gerade zu Beginn hatten sie eine ganz große Bedeutung. Ich habe sowohl positives als auch negatives Feedback bekommen. Nach meiner guten Ausbildung, wünschten sich meine Eltern natürlich einen finanziell sicheren und beständigen Weg für mich in einem Konzern wie Nestlé oder in einer Unternehmensberatung. Kale&Me dagegen wirkte für sie eher wie ein neues Hobby bei dem ich stundenlang und für wenig Geld Gurken schäle. Diese Gedanken haben sich mit der Zeit jedoch gewandelt. Meine Familie ist sehr stolz auf mich und auf das, was ich mache. Das zeigt sich auch daran, dass sie regelmäßig unsere Säfte bestellen. Trotz der anfänglichen Skepsis, haben sie mich aber während der gesamten Gründungszeit mit ihren Erfahrungen und auch finanziell unterstützt. Zudem durfte ich bei einem Kumpel in der Küche wohnen, um Geld zu sparen. Ohne meine Familie und Freunde wäre Kale&Me nicht möglich gewesen. Daher bin ich unfassbar dankbar für diesen Rückhalt!

Wer kennt es nicht: Man kocht Nudeln, hat die nächsten 5 Tage etwas davon und danach für die nächsten Wochen keine Lust mehr darauf. Hast Du dich in den letzten 3 Jahren an den Säften “satt-getrunken”?

In gewisser Weise schon. Das darf man nicht falsch verstehen. Ich trinke die Säfte wirklich gerne und auch täglich. Aber ich habe mit der Zeit von einigen Sorten so viel getrunken, dass ich andere Sorten vorziehe. Früher war Al Avoca mein Lieblingssaft und mittlerweile habe ich ihn seit Monaten - außer während der Saftkur - nicht mehr getrunken. Ich freue mich aber bereits auf neue Säfte und andere Produktarten, dann gibt es noch mehr Abwechslung.

Wo siehst Du Kale&Me in fünf Jahren?

Kale&Me wird weiterhin wachsen und gedeihen. Damit wir uns nicht doch irgendwann “satt-trinken” werden wir neue Produkte entwickeln. Dennoch liegt es mir am Herzen, dass wir weiterhin Kale&Me bleiben: wir werden auch zukünftig so nah am Produkt arbeiten wie heute und wir werden immer in Hamburg bleiben. Aber Kale&Me wird nie ein Großkonzern mit 400 Mitarbeitern. Ich möchte weiterhin jedes Gesicht und jeden Namen meiner Mitarbeiter kennen! Nachdem wir uns in den letzten drei Jahren primär mit dem Produkt und dessen Herstellung auseinandersetzten, können wir uns künftig mit ganzheitlicheren Themen beschäftigen, uns sozial engagieren und auf die Unterstützung der lokalen Landwirtschaft fokussieren. Auch unser Offline-Vertrieb wird bis in fünf Jahren ausgebaut sein, sodass unsere Kunden unsere Produkte deutschlandweit im Lebensmitteleinzelhandel kaufen können. Kale&Me wird damit erwachsener und mit ihm auch jeder unserer Mitarbeiter!

30.04.18

von Janina


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