Lauras Transformationsgeschichte

24.02.21 - von Christina

 

Das ist die Tranformationsgeschichte von Laura, die auf ihrem Blog und ihrem Instagram Account Lustesser viel über das Thema Fasten, Ernährung und den Einfluss auf unsere Gesundheit spricht. Welche Wirkung hatte Fasten bei ihrer jahrelangen Leidensgeschichte mit der Hauterkrankung Neurodermitis? Aus welchem Grund hat Laura sich zum ersten Mal dazu entschieden zu fasten und was hat diese erste Erfahrung mit ihr gemacht?

Was war der Beginn deiner persönlichen Transformation: Wie ist es dazu gekommen?

"Bevor man versteht, wann meine Transformation begonnen hat, muss man wissen, warum und wie lange diese in mir selbst geschlummert hat. Ich litt seit frühester Kindheit an der Hauterkrankung Neurodermitis. Diese zog sich immer mal mehr oder weniger schlimm durch mein Leben. Im Kindesalter äußerte sich diese in den Arm- und Kniekehlen und bescherte mir viele schlaflose Nächte voller Juckreiz, blutigen Stellen und Schmerzen. Im Teenageralter wanderten die Stellen Richtung Gesicht. Die konventionelle Standardtherapie mit Cortison schlug oft nicht an. Ich versteckte mich lange Zeit unter Make-Up und Kleidung. Wenn ich daran zurückdenke, kann ich den gleichen Schmerz noch heute nachempfinden. Einige Lebensjahre sind in Scham, Unsicherheit und leider auch Selbsthass an mir vorbeigegangen. Im jungen Erwachsenenalter wurde es dann nochmal schlimmer. Diesmal waren meine Hände betroffen und zwar so schlimm, dass ich mein liebstes Hobby Volleyball nur noch mit Handschuhen ausüben konnte. Durch die Cortisontherapie sahen meine Hände aus wie Pergamentpapier und platzen bei jedem Schlag immer wieder auf. Dass ich mir seit Jahren die Haare nicht mehr ohne Handschuhe waschen konnte nahm ich hin, aber mein liebstes Hobby aufgeben zu müssen, tat sehr weh. Nach den Händen kam dann irgendwann der Rücken. Ich weiß genau wie es sich anfühlt hilflos und entmutigt jeden Tag des Lebens eingeschränkt bestreiten zu müssen. Dabei war es “nur” eine Hauterkrankung. Oft fragte ich mich, wie es wohl anderen Menschen ergehen muss, die noch weitaus schlimmere Leiden haben? Neben der schlechten Haut gesellten sich multiple Allergien und Unverträglichkeiten, ein Reizdarm und eine depressive Stimmung dazu. Seitens der Medizin galt meine chronische Erkrankung als unheilbar.

Für mich unvorstellbar. Ich wollte und konnte einfach nicht damit leben. An dieser Stelle beginnt meine Transformation. Dann, wenn es keinen Ausweg mehr gibt, öffnet sich urplötzlich eine Tür. Ich war zu meinen schlechtesten Haut-Momenten bei der Bundeswehr tätig und wurde von meiner damaligen Truppenärztin an eine Ernährungstherapeutin überwiesen, die mein Leben bis heute nachhaltig verändert hat. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass sie mir mit der Ernährungs- & Fastentherapie ein zweites Leben geschenkt hat. Ein zweites Leben klingt vielleicht für den ein oder anderen seltsam, aber ich bin durch eine Ernährungsumstellung in Kombination mit Fasten gesund geworden und das hat mir so viel Lebensqualität geschenkt, dass es sich für mich einfach wie ein zweites Leben anfühlt. Die Wirkung der Ernährung und des Fastens haben mich so wahnsinnig beeindruckt, dass ich meinen beruflichen Weg komplett verändert habe. Ich wollte Menschen mit ähnlichen Leiden inspirieren und aktiv helfen. Weil ich genau weiß, wie es sich anfühlt. Wie so viele fühlen. Wie vielleicht auch du fühlst. Heute bin ich medizinische Ernährungswissenschafterin mit Abschluss an der Universität zu Lübeck und ärztlich geprüfte Fastenleiterin mit mittlerweile langjähriger Fastenerfahrung und -begeisterung. Nach meinem Studium lernte ich zudem in einer Fastenklinik den klinische Fastenbreich kennen und konnte dort viele Erfahrungen sammeln. Seit aktuell 7 Jahren bin ich zusätzlich als Content Creator in den Sozialen Netzwerken zu meinen Herzensthemen Fasten, Ernährung, Hautgesundheit und Selbstliebe aktiv und unterstütze Menschen mit meinem Blog bei ihrer Ernährungsumstellung."

Kannst du deine ersten Gefühle und dein Empfinden damals beschreiben?

"Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich mir wirklich niemals hätte vorstellen können, dass Ernährung und Fasten mein Leben derart verändern könnten. Mein erstes professionell betreutes Fasten war ein starker Impuls zur Ernährungsumstellung und veränderte nach und nach meinen gesamten Lebensstil. Zu Beginn stand ich vor einem riesigen Berg an Neuerungen, der mich regelmäßig in die Knie zwang. Auch, wenn ich mit der Zeit einiges umstellen konnte, verfiel ich immer wieder zurück in alte Muster. Zeitgleich setzte ich meine hormonelle Verhütung durch die Pille nach 10 Jahren Einnahme ab. Meine Haut veränderte sich erneut. Akne kam hinzu. Durch die professionelle und liebevolle Betreuung machte ich aber immer weiter und ließ mich nicht beirren. Nach einer Erstverschlimmerung konnte ich zusehen wie sich meine Haut regenerierte. Ich fragte mich, wie das möglich war? Jahrelang hatte man mir vermittelt, dass diese Krankheit unheilbar sei und Ernährung keinen Einfluss darauf habe. Nachdem mich die Wirkung der Ernährungen und des Fastens so beeindruckt und fasziniert haben, entschied ich mich dazu, meinen beruflichen Weg darauf auszurichten. Ich musste einfach wissen, welchen Einfluss die Ernährung auf uns und unsere Gesundheit hat."

Was ist daraus entstanden? Was hat dieses Erlebnis mit dir gemacht?

"Dieses Erlebnis und die Erkenntnis daraus haben mein komplettes Weltbild auf den Kopf gestellt und diesen wunderbaren Transformationsprozess angestoßen. Ich habe mich nicht nur körperlich weiter und weiter Richtung Gesundheit bewegt, sondern hab auch ein steigendes ganzheitliches Bewusstsein entwickelt. Ich mache mir nicht mehr nur Gedanken über die Nahrung die ich in mich hinein gebe, sondern auch über Kleidung die ich auf der Haut trage, über Dinge die ich besitze, über die Umwelt und vieles mehr.

Dieses Erlebnis hat mir den Blick für so viele Bereiche meines Lebens, die ich vorher nicht gesehen habe, geöffnet. Zudem hat es meinen beruflichen Werdegang wie oben beschrieben sehr geprägt. Ohne meine eigene Transformation und die starke Motivation dahinter, wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Dieses Erlebnis war mein persönlicher Startschuss."

Gab es in diesem ganzen Prozess einen Schlüsselmoment?

"Einer der Schlüsselmomente war tatsächlich meine erste Fastenzeit, in der ich festgestellt habe, dass ich wirklich mehrere Tage ohne Essen überleben kann. Diese Klarheit und Leichtigkeit haben es mir ermöglicht, einen starken Impuls zur Lebensstilveränderung zu nutzen. Ich denke, es ging mir da wie jedem vor seiner ersten Fastenzeit. Diese Unsicherheit - schaffe ich das überhaupt? Das Gefühl, “hangry” zu sein, kennen die meisten, wenn man längere Zeit nichts isst. Aber während eines Fastenzeit hungert man nicht, man fastet. Oft wird Fasten leider mit Hungern und einer Null-Diät gleichgesetzt. Ein methodisch professionell durchgeführtes Fasten greift viel tiefer. Das, was mich daran so fasziniert ist, dass jeder es kann. Jeder gesunde Mensch kann fasten und diese einzigartige und individuelle Erfahrung erleben."

Was hat sich seitdem für dich verändert?

"Seitdem sind regelmäßige Fastenzeiten fester Bestandteil meines Lebens geworden. Zweimal pro Jahr faste ich für 7-14 Tage. Jede Fastenzeit hat ihren ganz besonderen Fokus und Impuls. Demnach ist nicht jede Fastenzeit gleich. Mein Körper holt sich genau das, was er braucht. Mal ist es mehr Ruhe, mehr Bewusstsein und Achtsamkeit oder mal mehr Bewegung. Diese Fastenerfahrungen war so einschlägig, dass ich sogar meinen Beruf daraufhin ausgerichtet habe."

Es gab sicher auch Schwierigkeiten - Gab es einen Punkt, an dem du aufgeben wolltest?

"Auf jeden Fall! Der Beginn meiner ersten Fastenzeit und auch meiner Ernährungsumstellung war alles andere als leicht. Es gab immer wieder Momente, an denen ich in Bezug auf Ernährung in alte Muster verfallen bin und das passiert mir auch heute noch. Das Wichtige ist aber, dass ich mittlerweile genau weiß, wofür ich das tue und wie gut es mir damit geht. Ich mache das nicht, um mich zu “kasteien”, sondern um gut für mich zu sorgen. Weil ich mir selbst wichtig bin. Weil meine Gesundheit mir wichtig ist.

Die Erstverschlimmerung meiner Haut beim ersten Fasten hat mich zusätzlich sehr herausgefordert. Wenn aber alle Wege die man vorher gegangen ist nicht helfen, öffnet man sich für neue Wege. Und ich bin heute unheimlich froh, diesen damals neuen Weg beschritten zu haben. Man kann vorher nie wissen, wie weit ein neuer Weg führen kann, wenn man nicht beginnt ihn zu gehen. Ich bin nach wie vor auf diesem Weg. Er hat mich zwar auch schon durch einige dunkle Täler geführt, aber dadurch auch die schönsten und sonnigsten Plätze sehen lassen. Und je länger ich ihn gehe, umso sonniger wird es. Ich weiß all das, was sich für mich positiv verändert hat, unglaublich zu schätzen und bin dankbar. Ohne den ersten Schritt wäre ich jetzt nicht da wo ich jetzt stehe. Und alles beginnt mit nur einem ersten Schritt. Du musst nicht losrennen, nicht kriechen, nicht springen - du musst nur losgehen."

Was hat dir geholfen, über diese Schwierigkeiten hinwegzukommen?

"Menschen die mich auf diesem Weg begleitet haben und in den herausfordernden Momenten für mich da waren. Jeder braucht diese Mentor*innen im Leben, die einem selbst neue Wege aufzeigen, dir wichtige Impulse geben und den Prozess der bereits in dir schlummert anstoßen. Jeder geht ihn selbst und entdeckt dabei Schleichwege, Abkürzungen und Hürden - Aber am Ende ist deinen Weg noch keiner gegangen. Umgib dich mit Menschen, die an dich glauben und dir Mut machen weiterzugehen. In sozialen Netzwerken möchte ich daher für viele Menschen dieser Mutmacher sein. Ich weiß ganz genau was sie durchmachen. Von außen sieht es immer so leicht aus, aber viele vergessen auch, wie viele Schritte ich bereits auf meinem Weg gegangen bin. Aber auch ich befinde mich noch auf diesem wunderbaren Weg. Lass uns gemeinsam ein Stück gehen!"

3 Dinge (materiell/Personen/Ideen), die dich bei deiner Transformation unterstützt haben:

  1. Du bist mit deinem Problem nicht alleine - In schwierigen Situationen ist es richtig mit Experten zu sprechen. Du kannst nicht die Lösung für alle Probleme kennen und das musst du auch nicht. Frage Menschen um Rat, die sich mit diesen Problemen auskennen und dir deinen Rücken stärken oder dich auffangen, wenn es dir schlecht geht. Es ist keine Schwäche um Hilfe zu bitten, sondern eine Stärke einfordern und kommunizieren zu können, was man selbst gerade braucht.
  2. Meine Community auf Instagram hat mir gezeigt, wie wichtig es ist mein Wissen über Fasten und die Wirkung von Ernährung zu teilen und diesen wichtigen Weg gemeinsam zu gehen. Alleine kommt man schnelle voran, gemeinsam aber weiter.
  3. Mindset anpassen - Sehr wichtig war es auch für mich zu verstehen, dass ich meine Erkrankung kein von Gott gegebenes Schicksal war, oder ein genetischer Zufallsgewinn, sondern das Resultat meiner damaligen Lebensweise. Da spielt nicht nur die Ernährung mit rein, sondern der gesamte Lebensstil. Betrachtet man das wissenschaftliche Feld der Epigenetik wird klar, dass wir bestimmte Abschnitte auf den Genen durch unseren Lebensstil beeinflussen können. Einfach gesagt “an-” und “ausschalten können. Ich habe gelernt meine Haut anzunehmen und dankbar dafür zu sein, dass sie ihre ganz normale Funktion als Ausscheidungsorgan wahrnimmt. Meine Haut ist regelmäßig mein “Mitarbeiter des Monats” und mittlerweile mein bester Freund. Verstanden zu haben, dass sie immer für mich und nicht gegen mich arbeitet hat mir sehr geholfen positiv zu denken. Die Effekte des positiven Denkens sind auf meinem Weg sehr wichtig gewesen. Denn was du denkst bestimmt auch wieder über biochemische Prozesse in deinem Körper, ähnlich zum Placebo-Effekt. Viele wissen nicht, dass es auch den gegenteiligen Effekt, den Nocebo-Effekt gibt. Du bist also nicht nur was du isst, sondern auch ganz entscheidend was du denkst.

 

  Der Beginn deiner persönlichen Transformation könnte auch Fasten sein?  

 

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24.02.21

von Christina


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